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Rezension: Ophelia Scale

Allgemeine Infos:

Titel: Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen (Band 3)
Autorin: Lena Kiefer
Seitenanzahl: 512 Seiten
Verlag: cbj – Random House
Erscheinungsdatum: November 2019

Klappentext:

Kann ihre Liebe dem Hass trotzen und den Tod besiegen?

Ophelia befindet sich nun endgültig zwischen den Fronten. Die regierungstreuen Anhänger der Abkehr von jeder Technologie und die Widerstandsgruppe ReVerse bekämpfen sich mit allen Mitteln. Letztere wird inzwischen vom mächtigsten Gegner der königlichen Familie angeführt. Als die Stimmung in der Bevölkerung umzuschlagen droht, muss der König alles auf eine Karte setzen. Und Ophelia muss sich entscheiden, was sie bereit ist zu opfern, wenn sie ihre große Liebe und ihr Land retten will.

Das Cover:

Wie auch die anderen Cover ist dieses sehr gut gelungen, und das Gesicht, welches Ophelia Scale darstellen soll, gefällt mir von allen drei Buchcovern am Besten. Ich bin wirklich begeistert. Eine Meisterleistung!

Meine Meinung: (SPOILER Band 1/2)

Hach, wo soll ich bloß anfangen?
Mit ihrem Debüt begeistert Lena Kiefer mich und viele, viele andere jungen Menschen. Ophelia Scale ist ein Meisterwerk, überraschend, unvorhersehbar und gesellschaftskritisch in einer wirklich genialen Mischung und ich kann jedem Menschen ans Herz legen, diese Reihe zu lesen!

Dennoch muss ich sagen, dass der Abschluss der Triologie meiner Meinung nach der schwächste Band der Reihe ist.

Ophelia Scale lebt immernoch undercover zwischen dem Wiederstand Reverse, nachdem ihr Freund Lucien überraschend zum König gekrönt wurde. Sie weiß, dass sie hätte mitkommen können. Doch noch immer frisst sich die Schuld, dass sie Schuld am Tod von Luciens Bruder, König Leopold ist, in ihren Magen und sie möchte nicht in die Hauptstadt zurückkehren. Doch schnell merkt Ophelia, dass sie undercover nicht mehr viel ausrichten kann und an anderer Stelle gebraucht wird.

Die Entwicklung aller Charaktere ist unheimlich gut gelungen. Während Ophelia zu Anfang der Reihe bloß eine wütende junge Frau war, die sich dessen beraubt fühlte, was sie auszumachen schien, hatte sie nun Frieden damit geschlossen, technisch und in ihrer Intelligenz eingeschränkt zu leben. Spannend ist es zu sehen, wie reflektiert Ophelia mit der Zeit geworden ist und wie sehr sie sich als Figur auch hinterfragt. Lucien hat sich auch sehr weiterentwickelt und an seiner Person merkt man, wie sehr ihn die Jahre der Grausamkeit und grausamer Entscheidungen geprägt haben. An mancherlei Stelle wird erwähnt, dass Lucien im letzten Band als „zu schwach“ dargestellt wird. Ich bin jedoch anderer Meinung. Ich finde, besonders in den verletzlichen Stellen wird sichtbar, wie stark er doch ist und wie auch er sich in den Bücher weiterentwickelt hat.

An dem Buch kritisieren kann ich nur, dass manche Auflösungen für Situationen mich haben die Stirn runzeln lassen. Vielleicht, weil ich mit diesem Ausgang nicht gerechnet habe. Oder wohl eher, weil mir die ein oder andere Lösung nicht ganz so plausibel erschien. Auch hat mir in diesem Buch die Detailverliebtheit und der Überraschungseffekt gefehlt.
Dies ist jedoch nur Meckern auf höchstem Niveau. Denn diese „Stirn-Runzel-Situationen“ sprachen dem Band trotzdem keinen Sternzacken ab.

5/5 Sterne.

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