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Rezension: Geheimnis eines Lebens

Huhu ihr lieben Bookies!

Letztens habe ich euch auf Instagram gefragt, ob ihr auch einmal gerne Genres lest, die nicht zu eurem sonstigen Programm gehören. 

Ich selbst lese z.B. gerne einmal einen etwas historischeren Roman um Abwechslung in meinen Lesealltag zu bekommen. So möchte ich euch nun meinen neuesten Schmöcker vorstellen!

An dieser Stelle möchte ich mich auch wieder beim Goldmann Verlag für das bereitstellen des Rezensionsexemplars ganz herzlich bedanken. Dies beeinflusst jedoch in keinster Weise meine Meinung!

Allgemeine Infos:

Titel: Das Geheimnis eines Lebens
Originaltitel: Red Joan (2013) bei Chatto & Winsus, London 
Autorin: Jennie Rooney
Verlag: Goldmann Verlag – Random House, München
Erscheinungsdatum: Juni 2019

Klappentext:

„Ein brillanter Spionageroman mit einer ungewöhnlichen Heldin.“ – Marie Claire. Cambridge 1937: Physikstudentin Joan träumt con einer besseren Welt – doch dafür muss sie England und ihr Herz verraten. Ein mitreißender Roman über Verrat, Schuld und Liebe – nach einer wahren Geschichte.

Das Cover, Schreibweise:

Gesichter auf dem Cover, oh je! Aber nein. Diesmal gefällt es mir sogar richtig gut. Das Buch erschien ja passend zum Kinofilm und so ist auch das Cover den Schauspielern empfunden. Besonders schön finde, ich dass es Portraits der Protagonistin in Vergangenheit und Gegenwart zeigt, was meiner Meinung auf die Tiefgründigkeit der Geschichte hinweist.

Die Schreibweise der Autorin ist, wie es zu einem historischen Roman passt, vornehm, jedoch verständlich und leicht lesbar verfasst. Ich bin ein großer Fan von der Schreibweise!

Meine Meinung

Joan, eine mittlerweile 85 Jahre alte Frau, erfährt vom Suizid eines Bekannten und erhält kurz darauf Besuch vom MI5, dem britischen Geheimdienst. Doch Joan ist nicht überrascht. Tatsächlich wartet sie seit ihrer Rückkehr nach London vor 15 Jahren auf diesen Besuch, der das Geheimnis, welches sie seit Jahren bewahrt, ans Licht hervorholen will.

Zunächst muss ich sagen: Die Kulisse und die Handlungen sind unfassbar authentisch und ich habe mich in jedem Moment in die Weltkriegssituation, wie auch den Druck, den Joan im Alter von 85 Jahren während des Verhörs verspürt, versetzen können. Vom ersten Satz an hatte mich die Autorin in ihren Bann gezogen. Joan dabei zu begleiten, wie sie für Handlungen Verantwortung übernehmen muss, die nicht nur 50 Jahre her sind, sondern die auch in einer Zeit geschahen, die in den Menschen das schlimmste hervorrief, hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Der Beginn des 2. Weltkrieges ist mittlerweile 80 Jahre her und nicht einmal meine Großeltern haben diesen wissend erlebt. Jedoch ist dieses Stück Geschichte in unseren Biografien fest verankert und hat noch heute Auswirkungen auf uns, dieser Teil betrifft nicht nur Menschen mit deutschen Wurzeln.

Auch Atomwaffen, deren Entwicklung in den Gefechten des 2. Weltkriegs enorm weiterentwickelt wurden, sind für uns in jeder Facette spürbar und halten mir wieder vor Augen, wie unsicher unser Leben heute ist. Joan dagegen, musste sich als junge Frau im Krieg damals die Frage stellen: Für eine Zukunft alles auf eine Karte setzen um eine solche Waffe mit zu entwickeln und dabei vielleicht das Leben und die Zukunft der eigenen Kinder aufs Spiel setzen? Spannend, empathisch und realistisch werden hier die Entscheidungen einer jungen Frau zum Nachklang dieser Jahre später als Seniorin kontrastiert.

Philosophisch, tiefgründig und unglaublich gut geschrieben. Erhält dieses Buch von mit 5/5 Sternen.

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