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Die Kinder des Namenlosen

An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich beim Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Allgemeine Infos:

Titel: Die Kinder des Namenlosen
Originaltitel: Children of the Nameless
Autor: Brandon Sanderson
Seitenanzahl: 269 Seiten
Verlag: Heyne Verlag, Random House
Erscheinungsdatum: Mai 2020

Von klein auf hat Tacenda die Gabe, einen starken Zauber zu wirken, der sie und ihre Familie vor den Monstern in den Wäldern schützt. Doch diese Macht ist zugleich ihr Fluch, denn Tacenda ist dazu verdammt, ein Leben in ewiger Finsternis zu führen: Sobald die Sonne aufgeht, verliert sie ihr Augenlicht, bis es wieder dunkel wird. Eines Nachts versagt der Schutzzauber, und Tacendas Familie wird von den Ungeheuern getötet. Tacenda glaubt, dass der neue Lord, der vor einiger Zeit den alten Herrscher abgelöst hat, dafür verantwortlich ist. Angeblich steht er mit Dämonen im Bunde. Sie bricht in sein Herrenhaus ein, um Rache zu nehmen. Doch schnell muss sie erkennen, dass der Lord alles andere als von dieser Welt ist, und dass sehr viel dunklere Mächte für den Tod ihrer Familie verantwortlich sind …

Meine Meinung:

Tacenda lebt in einer Welt der alltäglichen Gefahren und des tiefen Glaubens. So sind Tacenda und ihre Schwester Willia gesegnet mit der Musik des Schutzes und gleichzeitig verflucht mit geteilter Blindheit. Die eine am Tage, die andere in der Nacht. Tacenda hat sich mit ihrem Schiksal abgefunden, bis sie eines Tages Zeugin davon wird, wie ihre gesamte Familie abgeschlachtet wird. Voller Rachegelüsten und Zorn macht sie sich auf den Weg, um den Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft zu ziehen…

Ich bin vollkommen unvoreingenommen in diese Geschichte eingetaucht, da ich von der Magic-the-Gathering-Reihe bislang nichts gehört habe. Auch von Brandon Sanderson habe ich zu meiner Schande bisher noch nie ein Buch gelesen, auch wenn ich schon viel Gutes von diesem Autor gehört habe. Der Einstieg in die Geschichte verlief für mich etwas holprig. Ich bin keine Freundin von Einstigen, die einen abrupt in die Handlung werfen, so habe ich ein paar Seiten gebraucht, bis mich das Buch fesseln konnte. Aber danach, konnte es mich wirklich fesseln. Während unsere Protagonistin eher von trüber Gesinnung ist, ist der sekundäre Protagonist ein Freund von Witz und Lässigkeit und seine Art und Weise Dingen nicht viel Ernst beizumessen ist sowohl amüsant, als auch aufreibend.
Ich hatte große Freude daran beide auf ihrer Reise zu begleiten und wurde mit der Zeit immer öfter an Sherlock Holmes und Watson erinnert.
Ebenfalls aufgefallen ist mir, welche großartigen Zitate manche Textstellen abgeben, da diese nicht nur für diese High-Fantasy-Welt gelten könnten, sondern auch leicht auf uns anwendbar sind.

Nichtsdestotrotz, gab es einen kleinen Kritikpunkt. Das Ende kam mir zu rasch daher und auch die Auflösung des ganzen war meiner Meinung nach zu leicht gelöst.

So gebe ich diesem Buch 4,5/5 Sternen.

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